Deutsches Polen-Institut
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Peter Benz

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist mir eine große Ehre, den Präsidenten der Republik Polen, Aleksander Kwa¶niewski, und  Bundespräsident Horst Köhler in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Ich freue mich, dass  Ministerpräsident Roland Koch und der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Professor Dr. Jürgen Zöllner, sowie viele weitere Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens zu dieser Feier gekommen sind, und heiße Sie als Festgäste des Deutschen Polen-Instituts herzlich willkommen in Darmstadt.

Vor 25 Jahren war die Eröffnung des Deutschen Polen-Instituts ein mutiger Schritt, hinter dem die Idee steckte, ein Deutschland und Polen gleichermaßen verpflichtetes Kulturinstitut zu gründen. Karl Dedecius, Ideengeber, Verwirklicher und erster Direktor des Instituts, verfolgte dieses Ziel mit einem nicht nachlassenden  hohen Anspruch als Brückenbauer zwischen der polnischen und deutschen Kultur. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg hat er vor allem als „der“ Übersetzer und Herausgeber polnischer Literatur von Darmstadt aus sehr viel bewirken können. Er hat den hervorragenden Ruf des Instituts begründet, und dafür gilt ihm auch heute unser herzlichster Dank.

Für das weltoffene und tolerante Darmstadt waren Karl Dedecius und die Gründung des Deutschen Polen-Instituts ein Glücksfall und die 25-jährige erfolgreiche Entwicklung eine Bestätigung, wie international offen und kulturell weitblickend unsere Stadt ist und sein wird. An dieser gegenseitigen Freundschaft wird sich nichts ändern.

Polen ist inzwischen ein Land der Europäischen Union, hat sich dem Westen weit geöffnet und sich wirtschaftlich kräftig entwickelt. Professor Dieter Bingen hat der Arbeit des Instituts auf diesem Hintergrund neue Impulse gegeben, stellt sich mit seiner politischen Kompetenz den neuen Chancen und Herausforderungen. Das Deutsche Polen-Institut hat an Bedeutung und Renommee hinzu gewonnen. Mit Stolz können wir heute feststellen, dass es eine hohe Anerkennung von außen und damit unter den in Darmstadt ansässigen, international beachteten Kulturinstituten größte Außenwirkung besitzt.

Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus der Geist dieses einmaligen Kulturinstituts in unsere Stadt hinein. Die Bürgerschaft darf sich glücklich schätzen, teilhaben zu können an den hochkarätigen Veranstaltungen des DPI. Sie kann durch Diskussionen, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen und Konzerte hautnah mit den aktuellen politischen und kulturellen Entwicklungen in Polen in Berührung kommen. Dies ist einzigartig und gibt es so in  keiner anderen deutschen Stadt. In Darmstadt ist dies und dazu noch in einer großen Dichte eine Selbstverständlichkeit, für die wir sehr dankbar sind.

Wir wollen gemeinsam mit dem Institut den eingeschlagenen Weg weiter gehen und alles tun, damit die erfolgreiche Arbeit in Darmstadt unter guten Bedingungen fortgesetzt werden kann. Ich meine hier vor allem die notwendig gewordene Verbesserung der Unterbringung des Instituts. Haus Olbrich und Haus Deiters, beides Kleinode der Jugendstilarchitektur auf der Mathildenhöhe, sind zu klein geworden für die vielfältigeren Tätigkeiten und den angewachsenen Mitarbeiterstab. Nicht zuletzt wollen wir die öffentliche Präsenz des Instituts stärken. Dies bedeutet, das Deutsche Polen-Institut wird ein neues und geeignetes Domizil bekommen. Dazu haben der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Die Stadt Darmstadt ist hier ein verlässlicher Partner, auf den das Deutsche Polen-Institut immer zählen kann.

Ich darf nun die Glückwünsche der Stadt überbringen und gratuliere dem Deutschen Polen-Institut in persönlicher Verbundenheit zu seinem 25-jährigen Bestehen. Mein herzlicher Dank gilt den Persönlichkeiten des Präsidiums und des Kuratoriums, der Leitung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts sowie den zahlreichen öffentlichen und privaten Förderern, die gemeinsam einen hohen Auftrag erfüllen.

Ich wünsche dem Deutschen Polen-Institut, dass sein Einsatz für die Völkerverständigung zwischen Deutschen und Polen in einem starken Europa  weiterhin reiche Früchte tragen wird. Eines ist mir an diesem Festtag ein besonderes Anliegen, und das betone ich gerne noch einmal zum Schluss meiner Rede: die Fortführung Ihrer wichtigen Arbeit in Darmstadt.

Das Deutsche Polen-Institut und Darmstadt gehören zusammen, heute und in Zukunft.


 

 
 
   
  Foto: Roman Größer


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