Deutsches Polen-Institut
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Rezensionen

"Einen weit vermittelnden Kontext für Ró¿ewicz bietet die gerade bei Suhrkamp erschienene Anthologie 'Theater spielen und denken' von Mateusz Borowski und Ma³gorzata Sugiera, in dem das polnische Theater des 20. Jahrhunderts als ein großer, experimenteller Raum von Stanis³aw Wyspiañski bis zu Grotowski, Kantor und 'Gardzienice' ausgeleutet wird: Als Raum der angewandten Theorien für ein anderes Theater, in dem die polnische Tradition aus verschiedenen historischen Gründen beinahe von Anfang an stand und ihre Selbstverständigung fand."

Thomas Irmer, in: www.nachtkritik.de vom 21.7.2008

"Mit ihrem zweifachen Zugriff auf das polnische Theater als 'künstlerisches Ereignis einer kollektiven Anstrengung von Bühnenkünstlern' und 'als Thema theoretischer Erörterungen sowie systematisierender Spekulationen von Kritikern und Akademikern' (S. 11) besetzen die renommierten Theaterwissenschaftler der Jagiellonen-Universität in Krakau eine Leerstelle in der deutschsprachigen Rezeptionsgeschichte einer im europäischen Maßstab bedeutenden Institution. (...)
In ihrer fundierten Einleitung verfolgen sie (...) unter der Überschrift 'Spielen als Denken / Denken als Spielen. Performativität als Paradigma des polnischen Theaters' einen in mehrfacher Hinsicht neuen methodischen Ansatz. Sie präsentieren in vier großen Abschnitten (...) eine Textauswahl, die aus Essays, Manifesten, wissenschaftlichen Artikeln, Auszügen aus einem Theaterstück besteht und eine grundlegende Idee umsetzen will: Wie ist das Verhältnis des Zuschauers im Sinne einer Interaktion mit der Bühnenwelt neu zu definieren? (...)
Die vorliegende, sorgfältig edierte Anthologie weist eine überraschende Breite an Theaterkonstrukten auf, die selbst für den Kenner der polnischen dramaturgischen Landschaft manche Entdeckungen parat hält, die der Titel der Publikation nur anzudeuten vermag. Vielmehr sind es die Aspekte der Zerstörung tradierter Formen und die neuen Theaterentwürfe, die auf dem polnischen Thespiskarren in die europäische und globale Theaterwelt gewandert sind und dort vielerorts bewundert wurden. (...)"

Wolfgang Schlott in: Osteuropa 2009, H. 4, S. 173-175


 

 
 
   
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