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Rezensionen zu Tatarkiewicz: Geschichte der sechs Begriffe

"Es erscheint kaum glaublich, dass [Tatarkiewiczs] begriffsgeschichtliches Kompendium erst jetzt übersetzt wurde. Der polnische Philosoph und Kunsthistoriker bietet und ordnet eine überwältigende Materialfülle, aber er bleibt nicht in der Inventarisierung stecken, sondern hat mit der griffigen Unterscheidung zwischen Begriffen und Theorien und der zupackenden Klärung des Diskussionsstandes die nötigen Mittel, daraus die lesbare Geschichte der Schicksale seiner Helden zu machen. (...)
(...) das zwischen 1968 und 1973 entstandene (...) Werk ist ein eindrucksvolles Dokument der Weltoffenheit und Informiertheit (...).

(Brigitte Hilmer in: Neue Zürcher Zeitung vom 28. August 2003)


"Geschrieben mit einer beneidenswerten Leichtigkeit, die der Fundiertheit nicht entbehrt (...). Die vom Autor geleistete genaue etymologische und inhaltliche Differenzierung hebt sich wohltuend von vielen aktuellen Diskussionen ab, in denen mit Unbedarftheit und Ignoranz dem inflationären Gebrauch ästhetischer Begriffe Vorschub geleistet und wissenschaftliche Sprache zum bloßen Gerede degradiert wird. (...)
In der 'Geschichte der sechs Begriffe' erscheint Ästhetik als Wissenschaftsdisziplin, welche die kreatürlichen Bedürfnisse des Menschen, sein Verlangen nach Schönheit, Nachahmung und Formgebung thematisiert."

(Martin A. Völker in: Osteuropa 2004, H. 11)


"Überdies muss auf die sorgfältige editorische Aufmachung des Werkes aufmerksam gemacht werden, das mit einem Literaturverzeichnis, einer Kurzbiographie Tatarkiewiczs, hervorragend reproduzierten Abbildungen, die den Text aussagekräftig kommentieren, sowie einem Personenregister ausgestattet wurde. Sicherlich nimmt man auch deshalb dieses im besten Sinne des Wortes populärwissenschaftliche Buch, dem man eine weitere Verbreitung wünschen möchjte, gerne in die Hand."

(Aktuelle Ostinformationen 2003, H. 3/4)

"Die 'Geschichte der sechs Begriffe' wirkt (...) wie ein geistiger Dinosaurier in der gegenwärtigen Diskurslandschaft. In ihr ist viel bewahrt und vollendet von dem, was genuine Geistesgeschichte im 20. Jahrhundert mit ihren Wurzeln, die im 19. Jahrhundert liegen, hervorgebracht hat. Die Stringenz des Begriffsvertrauens und das Ungebrochen-Enzyklopädische des historischen Wissens gehören zu dem, was W³adys³aw Tatarkiewicz vielleicht als einer der letzten, oder der letzte bedeutende, europäische Denker von Rang in Sachen Philosophie und Kunst nochj einmal eindrucksvoll - mit aller Reichweite und allen Grenzen - demonstriert hat."

(Renate Reschke: Welche Geschichte für die Ästhetik? W³adys³aw Tatarkiewicz und seine "sechs" Begriffe. In: Weimarer Beiträge 51/2005, H. 4, S. 523-534, hier S. 523)

Vgl. auch:

Andrzej Wirth:
Philosophie in der Zeit der Lügen. Erinnerung an W³adys³aw Tatarkiewicz. In: Sinn und Form 56 (2004), H. 2, S. 277-279. [Zu Sinn und Form]


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