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Orte der historischen Erinnerung und aktuelle politische Fragen
Deutsch-polnischer Parlamentarierdialog in Warschau
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Das Deutsche Polen-Institut (DPI) lud am 12. und 13. Juni 2008 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) zu einer Begegnung von Abgeordneten des Bundestags, des Sejm und des Senats in Warschau ein. Unter der Schirmherrschaft der Vorsitzenden der deutsch-polnischen und der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe, Markus Meckel MdB, und Abg. Dr. Jan Rzyme³ka, die an dem Treffen teilnahmen, und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für internationale Beziehungen (CSM) Warschau und dem Studium Osteuropa der Universität Warschau wurde unter dem Motto »Orte der historischen Erinnerung und aktuelle politische Fragen« debattiert.
Die Diskussion, die vom deutsch-polnischen Gesprächskreis »Kopernikus-Gruppe« moderiert wurde, ging um aktuelle Fragen unter den Themen »Können Deutsche und Polen gemeinsam erinnern? Das Jahr 2009 (1939 – 1949 – 1989. 2. Weltkrieg – Gründung BRD/DDR – Solidarno¶æ/Mauerfall)« und »Ist Europäisierung der Erinnerung möglich?« (»Versöhnung nationaler Diskurse, deutsch-polnisches Schulbuchprojekt«). An dem Abendempfang nahm der deutsche Botschafter in Warschau, Michael H. Gerdts, teil. Die Bundestagsabgeordneten besuchten vor den beiden Gesprächsrunden am Freitagvormittag das Museum des Warschauer Aufstands und das Archiv der Stiftung des Zentrums KARTA, das als NGO die neueste Geschichte Polens und Ostmitteleuropas dokumentiert. Dort informierten sie sich über unterschiedliche Konzepte der Erinnerungskultur in Polen.
DPI und DGO hatten bereits im Frühjahr zu einer ersten deutsch-polnischen Parlamentarierbegegnung mit Historikern und Politikwissenschaftlern in einem Werkstattformat eingeladen, die am 2. und 3. März 2008 in Berlin stattfand. Die deutschen und polnischen Parlamentsabgeordneten, die an der Veranstaltung teilgenommen hatten, äußerten sich sehr positiv über den Verlauf der Begegnung, über die intensiven Gespräche und die gute Atmosphäre, die sie begleitete. Der Erfolg des Dialogs veranlasste die Veranstalter, zu einem zweiten deutsch-polnischen Parlamentarierdialog in diesem Rahmen einzuladen.
Foto: Andrzej Kamiñski, Foto-Eka
Das Programm wurde von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
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