Gesellschaftliche Unruhe in Polen, Ostdeutschland und anderen Transformationsländern nach 1989
Tagung, Berlin, 23.-24. September 2010
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Tagungsbericht
Mit dem politischen Umbruch von 1989/90 setzte in den ehemaligen kommunistischen Staaten ein Transformationsprozess ein, der aufgrund seiner Tiefe und Nachhaltigkeit auf die Ablehnung unterschiedlicher politischer, sozialer, kultureller und ökonomischer Betroffenengruppen stieß. Bei der Artikulation reformkritischer Interessen entwickelten sich unterschiedliche Formen von sozialem und politischem Protest, angesichts derer sich die jungen Demokratien und auch das vereinigte Deutschland einem immer wieder neuen Legitimationsdruck ausgesetzt sahen und sehen.
Auf einer internationalen Wissenschaftlichen Nachwuchstagung in den Räumen der Hessischen Landesvertretung in Berlin gaben auf Einladung des DPI und des Instituts für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen, Deutschland und Österreich Antworten auf Fragen wie: Welche Bedeutung haben Proteste und neue soziale Bewegungen für die Transformationsgeschichte Ostmitteleuropas? Wie konnten sich die Institutionen und die Repräsentanten der demokratischen Ordnung gegenüber dem Protestpotenzial und der Protestartikulation, aber auch gegenüber der Mehrheit der Gesellschaft legitimieren? Wie wurde auf die Proteste politisch reagiert? Wurden politische Ziele bzw. Instrumente der Reformpolitik korrigiert?
Die Tagung wurde von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung gefördert. Ein Tagungsband erscheint bis Ende 2011.
Konzeption: Prof. Dr. Dieter Bingen, Prof. Dr. Maria Jarosz, Dr. Peter Oliver Loew
Tagungsprogramm 

Program konferencji 
Ansprechpartner:
Dr. Peter Oliver Loew
Deutsches Polen-Institut
Mathildenhöhweg 2
64287 Darmstadt
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