"Die Beiträge eröffnen dadurch neue Einsichten, dass sie dort Veränderungen und Berwusstseinsprozesse verdeutlichen, die sonst eher statisch dargestellt werden, und die - abseits des engeren Themas - Wirkungen gesamtstaatlicher Diskussionen und Entwicklungen aufzeigen. (...) In der Summe liegt in der Vielfalt der Zugänge ein typischer, allerdings ganz besonders anregender und innovativer Tagungsband vor."
W.[olfgang] K.[essler], in: ABDOS-Mitteilungen 26 (2006), Nr. 2, S. 27.
"(...) bieten alle Beiträge aufgrund ihrer Quellennähe und ihrer zum Teil unkonventionellen, stärker anthropologisch als historisch argumentierenden Perspektive interessante Einblicke in die Aneignung bzw. Konstruktion von Räumen. Gerade die Beiträge, die nicht allein auf die Frage einer Aneignung durch klassische historiographische Narrative (...) konzentriert sind, erscheinen hier besonders weiterführend. (...) Der Band kann als gelungenes Beispiel für eine neue Sicht auf die Geschichte Europas gelten, in der durch die Fokussierung auf die europäischen Zwischenräume nationale Meistererzählungen in Frage gestellt werden."
Claudia Kraft in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 56 (2007), H. 1, S. 133 f.
"Die 20 Beiträge dieses Sammelbandes wurden nach drei dominierenden Untersuchungsebenen gruppiert (...). Besonderes Interesse dürften die komparativen Beiträge finden, also die Vergleiche zwischen den Städten Straßburg und Posen sowie den Regionen Elsaß und Posen."
Helmut Neubach in: Das Historisch-Politische Buch 55 (2007), H. 2, S. 166.
"Der sorgfältig lektorierte und übersetzte Sammelband bietet ein weites Spektrum an Narrativen von der symbolischen Aneignung historischer Kulturlandschaften, die insbesondere im Zuge der Nationalisierung in den Fokus rivalisierender Meistererzählungen geraten sind. Besonders aufschlussreich sind hier jene Regionen, in denen wie im Elsass oder in Schlesien ein eigenes regionales Selbstverständnis bereits stark genug war, um sich zumindest teilweise gegen nationale Vereinnahmungen zu behaupten."
Felix Ackermann in: H-Soz-u-Kult, 27.11.2007
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"'L'histoire réappropriée', n'est pas seulement une belle expression aux résonances proustiennes: le titre de l'ouvrage faut aussi écho à ses usages officiels à l'époque communiste, attestant cette tâche redoublée de l'histoiren, qui n'est pas seulement d'établir un discours vrai sur le passé, mais aussi d'étudier les usages révisionnistes et idéologiques de l'histoire. (...)
(...) la réapproriation du passé renvoie aussi à celle des populations, qui, depuis 1989, peuvent, à distance des récits nationaux imposés, découvrir ou énoncer publiquement une histoire régionale, plurielle et partagée dans laquelle se sont construites leurs destinées, détournées, instrumentalisées et violentées (...)."
Morgane Labbé, in: Bulletin d'information de la Mission historique Francaise en Allemagne 43 (2007), S. 396-398.
"(...) enthält der Band eine Reihe sehr gelungener Beiträge mit spannenden Einblicken in verschiedene Einzelthemen".
Markus Krzoska, in: Inter Finitimos 5 (2007), S. 246 f.
"In general, this book gives a good idea of the tension between national master narratives and regional memories in the European border regions. While the center perceives them as the nation's outposts and bulwarks, the intraregional perspective includes hybridity and fluctuation. Cities, towns, and sites of remembrance in such border regions can function as indicators for this tense center-periphery relationship (...)."
Stefan Troebst, in: Slavic Review 67 (2008), H. 2, S. 449 f.
"Der Sammelband zeigt an sehr verschiedenen Beispielen, wie filigran historische Konstruktion und die ortsgebundene historische Wahrheit sein können, auch wenn sie in der jeweiligen Gegenwart eine durchaus wichtige Rolle spielen. Er zeigt aber auch, dass 'Gedächtnisgemeinschaften' in verschiedenen, nicht nur nationalen Dimensionen entstehen und durchaus von Dauer sein können."
Andreas Lawaty, in: Osteuropa 58 (2008), H. 6, S. 433-436.
"(...) überzeugt der Band durch die Vielfalt, auch Multidisziplinarität seiner Ansätze (...).
Jens Boysen, in: Wissenschaftlicher Literaturanzeiger 2008, H. 2, S. 45 f.
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"Die einzelnen Beiträge (...) decken eine beachtliche Spannweite von Themen ab. (...) [Sie] liefern zahlreiche Beispiele für die symbolische Handhabung der Geschichte, Legitimationsprozesse und somit Überprüfungen von Symbolen und den bisher geltenden Bezugssystemen. (...) Die Lektüre des vorliegenden Bandes beweist die Tragfähigkeit der Untersuchung von Ent- und Aneignungsprozessen in den Überlappungszonen. Zugleich lädt sie dazu ein, der bottom-up-Perspektive noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen."
Kornelia Koñczal, in: Nordost-Archiv N.F. 16 (2007), S. 648-651.
"Die im Band versammelten Studien spiegeln die Komplexität der Identitätsfindungen der Bewohner in den Zwischenräumen Europas zwischen Ideologie und Alltagspragmatik, im Zusammen- und Gegenspiel lokaler und zentralstaatlicher Akteure wider. Étienne François verweist in seinem Resümée treffend auf die Ähnlichkeit der vorgestellten Aneignungsnarrative. Mehrere Autoren konstatieren das Scheitern bisheriger nationaler, auf Eindeutigkeit zielender Aneignungsversuche - dementgegen beobachten sie nach 1989 einen gegenläufigen Trend zur 'Wiedergewinnung' und Integration der 'fremden' Geschichte in eine eigene, lokale und bewusst polyphone Identität."
Iris Engemann, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 57 (2009), H. 3, S. 423 f.